Ein erlebnisreicher, aber auch anstrengender Ausflug der etwas anderen Art ist zu Ende. Wir verbrachten das Wochenede am Schützenfest in Meinerzhagen (Nähe Köln) und erlebten dabei eine etwas andere „Schützen-Kultur“ als bei uns in Tirol.

Start: Freitag, 4. August um 20:00 Uhr über den Arlberg quer durch Deutschland ins nordwestlich gelegene Meinerzhagen
Ankunft: Samstag, ca. 08:00 Uhr

Zwischenquartier im Skiheim inklusive Frühstück – danach Einchecken in die Jugendherberge, wo es bereits erste Probleme beim Bettbeziehen gab.

Ab dann ging es Schlag auf Schlag:
kurze Marschierprobe für unsere 3 Aushilfs-Marketenderinnen – Martha (Polen), Sabine und Simone (Paznaun) – bei denen wir uns nocheinmal recht herzlich bedanken wollen und der erste Umzug wartete auf uns.

Die Umzüge liefen immer nach dem selben Prinzip ab:

  • Fahrt zu einem Platz in der Stadt, wo bereits ein Schützenzug (mehrere 100 Schützen) auf uns warteten
  • Begleitung bzw. Marsch zum Antreteplatz, wo sich alle Schützenzüge (in etwa 1200 Schützen) sammelten
  • am Antreteplatz ließ der Kommandat mit einer bewundernswerten Befehlsgewalt die Schützen antreten: „Schützen – STILLGESTANDEN! Das Gewehr über!…“
  • DER Präsentiermarsch wurde gespielt, während das Königs- oder Prinzenpaar die „Formationen“ abschritt
  • Zum Abschluss, der große Einzug, wo alle Schützenzüge samt Kapellen kreuz und quer durch das Meinerzhagener Stätdchen richtung Zelt marschierten

Diese Prozedur fand jeden Tag vormittag und nachmittag statt, wobei am Montag zusätzlich beim großen Finale das „Königschießen“ stattfand.

Am Sonntag wurden wir von Otto, ein langjähriger Stammgast in Serfaus, zum Mittagessen in seinem gemütlichen Garten eingeladen – auf diesem Wege nocheinmal ein „Vergelt’s Gott – Guat hot’s gschmeckt“!

Ebenfalls am Sonntag spielten wir nach dem Umzug am Nachmittag ein kurzes Konzert im Festzelt.

Für uns Tiroler Musikanten war vor allem die Länge der Umzüge (wir spulten viele Kilometer ab) eine ganz neue Erfahrung und brachte anfangs sichtlich einige zum schwitzen. Genauso überraschten uns die Schützen mit ihren Befehlen und Gewehren (meist „Hangel-Stecken“)

Trotz der täglichen Anstrengungen haben wir abends bei einem wirklich tollen Fest den Tag dann so richtig ausklingen lassen.

Wir haben einen interessanten Einblick in die deutsche Kultur bekommen und konnten wieder einen „lessigen“ Ausflug erleben und wer weiß, vielleicht sind wir beim Schützenfest 2008 wieder dabei – HORRI-DOO!!